Centro Histórico

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Palacio de Bellas Artes neben dem Volkspark Alameda Central.
Palacio de Bellas Artes neben dem Volkspark Alameda Central.

Nach den Bergen war Zeit für die Altstadt. Der Weg vom Ajusco zur Unterkunft in Condesa und weiter ins Centro Histórico ist weit, aber im berüchtigten Stau von Mexico City unerreichbar. Irgendwann sind wir auf halben Weg zum Zócalo, dem Hauptplatz, im Stau ausgestiegen und den Rest gelaufen.

Die Innenstadt war voll! Es war kaum ein Durchkommen. Überall Stände, Menschen und Polizei. Im Volkspark Alameda Central neben dem Palacio de Bellas Artes war jeder Quadratmeter mit Picknickdecken belegt. Ein paar Tage zuvor fand der Día de los Muertos statt, einer der wichtigsten mexikanischen Feiertage, wo an die Verstorbenen und Toten erinnert wird. Straßen und Plätze waren noch immer mit den schaurig schönen Skeletten, Totenköpfen und Blumengirlanden überzogen.

Día de los Muertos - I.
Día de los Muertos - I.
Día de los Muertos - II.
Día de los Muertos - II.
Día de los Muertos - III.
Día de los Muertos - III.
Día de los Muertos - IV.
Día de los Muertos - IV.
Der Torre Latinoamericana (181 m hoch) verschafft einen tollen Blick über die Stadt.
Der Torre Latinoamericana (181 m hoch) verschafft einen tollen Blick über die Stadt.

Zuerst verschafften wir uns vom Torre Latinoamericana einen Überblick über die Stadt. Der 181 m hohe Wolkenkratzer bietet von einer Aussichtsplattform einen unglaublichen Blick über das Meer aus Häusern und die umliegenden Vulkane. Theoretisch zumindest, wenn nicht gerade Smog ist. Die Luft an diesem Tag war extrem belastet und das Atmen fiel schwer. Nach ein paar Kilometern verschwanden die Häuser im Dunst und die Berge waren nur zu erahnen.

Alles verschwindet im Smog. Rechts Volkspark Alameda Central.
Alles verschwindet im Smog. Rechts Volkspark Alameda Central.

Vorbei am Palacio de Bellas Artes schwammen wir im Menschenstrom bis zum Zócalo, dem zentralen Hauptplatz vor der großen Kathedrale, mit. Auch hier waren wir nicht allein. Auf dem Hauptplatz war eine riesige Bühne aufgebaut und alles abgesperrt. Auf dem verbleibenden Platz drängten sich Händler und Besucher.

Blick Richtung Süden: Stau auf der Straße und der Ajusco ist nicht mal zu sehen.
Blick Richtung Süden: Stau auf der Straße und der Ajusco ist nicht mal zu sehen.

Rund um den ehemaligen See Texcoco siedelten schon immer verschiedene Volksgruppen. 1345 ließen sich die Azteken (eigentlich Méxica) auf einer Insel im See nieder und gründeten Tenochtitlán, das bis zum Eintreffen der Spanier 1519 mit ca. 100.000 Einwohnern eine der größten Städte des Kontinents war. Die Stadt war über 5 Dämme mit dem Festland verbunden und war von engen Gassen und Kanälen durchzogen.

Kolonialbauten auf dem Weg zum Zócalo.
Kolonialbauten auf dem Weg zum Zócalo.
Die Kathedrale von Mexiko City umgeben von Menschenmassen.
Die Kathedrale von Mexiko City umgeben von Menschenmassen.

In kurzer Zeit eroberten die Spanier 1521 mit Hilfe der von den Azteken unterdrückten Völker und einer Pockenepidemie die Stadt endgültig. Die Azteken wurden besiegt und Tenochtitlán größtenteils zerstört. Einige der Colonias (Stadtteile) tragen noch heute die Namen der ehemaligen Siedlungen rund um den Texcoco See.

Der Grundstein zur Kathedrale wurde angeblich von Hernán Cortés 1524 persönlich auf den Grundmauern des aztekischen Tempelbezirks von Tenochtitlán gelegt. Die Kathedrale ist die größte und zweitälteste in Amerika und wurde über mehrere Jahrhunderte erbaut.

Fliegende Händler zwischen den Menschenmassen, um die Kathedrale herum.
Fliegende Händler zwischen den Menschenmassen, um die Kathedrale herum.
Haupteingang zur Kathedrale von Mexiko City.
Haupteingang zur Kathedrale von Mexiko City.
Hauptaltar im riesigen Innenraum der Kathedrale.
Hauptaltar im riesigen Innenraum der Kathedrale.

Die Zugang zur Kathedrale ist kostenlos und das Innere ist wirklich beeindrucket. Alles ist riesig, gigantisch und prunkvoll. Der perfekte Ort um den Trubel außerhalb zu entfliehen.

Auf weitere Sehenswürdigkeiten, wie den Templo Mayor, verzichteten wir aufgrund der Menschenmassen. Es war recht schwierig wieder mit einem Uber aus der Innenstadt herauszukommen, weil sich aufgrund des Staus kaum Autos bewegten.

Stand: 15.03.2026 | Text + Bilder: Camillo | v7
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