Anreise
Mexiko - ich gebe zu, dass ich nur sehr wenig über das Land wusste und das Land gar nicht auf meiner Reiseagenda stand. In den Medien wird alles von Meldungen über Flüchtlingsströmen aus Guatemala in die USA oder vom Krieg der Drogenkartelle überdeckt, aber da ist noch so viel mehr.
Mexiko das sind 120 Mio. Einwohner verteilt auf 32 Bundesstaaten. Es gibt traumhafte Küsten am Pazifik und Regenwald in der Karibik. Der Norden ist mit der größten Wüste Nordamerikas trocken und im Zentrum erheben sich aktive Vulkane bis auf über 5000 Meter. Die Regionen sind sehr unterschiedlich, wobei aufgrund der Sicherheitslage die westlichen und nördlichen Bundesstaaten unbedingt gemieden werden sollten. Aber auch in den anderen Regionen sollte sich vorher genau informiert werden, wie die Lage ist, am besten nur tagsüber unterwegs sein und viel gesunden Menschenverstand walten lassen.
Mexiko stand bisher nicht auf meiner Reiseagenda, aber ich wurde in kurzer Zeit drei Mal hintereinander gefragt, um vor Ort mehrere Termine wahrzunehmen. Der Besuch auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes verriet mir, dass neben Mexiko City, was relativ „sicher“ ist, meine beiden anderen Reiseziele ganz oben auf der Liste der Orte im Land standen, die aufgrund der Drogenkartelle auf gar keinen Fall besucht werden sollten. Also auf geht’s in ein neues Land.
Mein Flug führt mich über Grönland, die Hudson Bay in Kanada und den Osten der USA bis in die Hauptstadt des Landes. Der Flug Richtung Westen war mit 12,5 h recht lang, aber erholsam und fühlte sich wie ein 10 stündiger Sonnenuntergang an. Erst kurz vor Ende gewann die Nacht über den Tag und die Sonne verschwand hinter dem Horizont.
Die Einreise nach Mexiko war absolut unproblematisch und in wenigen Minuten erledigt.
Auch wenn Teile von Mexiko City als sicher gelten, sollten vom Flughafen nur autorisierte vorab bezahlte Taxis oder Uber verwendet werden. Alles andere entspricht nicht den Sicherheitsrichtlinien. Uber gilt allgemein als sicher, da komplett überwacht und die Fahrer ihre guten Bewertungen nicht verlieren möchte.
Die Fahrt am Abend durch die Stadt, die tagsüber im Verkehrschaos versinkt, ging erstaunlich schnell vonstatten. Zur Übernachtung muss unbedingt auf ein sicheres Stadtviertel geachtet werden, wo man sich auch nachts draußen bewegen kann. Als sicher gelten (2025): Polanco, Roma oder Condesa. Selbst vom Centro Histórico wird nachts abgeraten. In der Stadt ist sehr viel Polizei unterwegs - besonders nachts.