Ajusco

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Nach der Albergue Alpino begann der Aufstieg nach der Hängebrücke.
Nach der Albergue Alpino begann der Aufstieg nach der Hängebrücke.
Anfahrt auf den Ajusco Vulkan am frühen kühlen Morgen.
Anfahrt auf den Ajusco Vulkan am frühen kühlen Morgen.

Mexiko City befindet sich auf einer Höhe von 2300 Metern und ist umgeben von majestätischen Vulkanen wie dem Popocatepetl mit über 5000 m Höhe. An meinen beiden freien Tagen wollte ich gern eine Bergtour unternehmen, um die Landschaft von oben zu genießen.

Die richtig hohen Vulkane sind nur als Mehrtagestour zu besteigen und ohne Akklimatisierung nicht zu schaffen. Gern wäre ich in die Nevada de Toluca gefahren, einem hochgelegenen Kratersee auf über 4000 Meter Höhe, doch leider ist der Park immer noch gesperrt, weil es im August diesen Jahres zu einen tödlichen Unfall kam.

Meine Wahl fiel auf dem höchsten Berg auf dem Gebiet der mexikanischen Hauptstadt. Der erloschene Vulkan Ajusco (3930 m) erhebt sich im Südwesten der Stadt.

Der steile Weg zum ersten Gipfel.
Der steile Weg zum ersten Gipfel.
Der Cerro la Cruz del Marquez ist fast erreicht.
Der Cerro la Cruz del Marquez ist fast erreicht.

Für meinen Ausflug habe ich einen Guide gebucht, der mich direkt an der Unterkunft abgeholt hat, denn sonst hätte ich nur schwer den Ausgangspunkt, die Albergue Alpino Ajusco, erreichen können bzw. war ich mir nicht sicher wie fit ich nach dem langen Flug und der kurzen Nacht auf großer Höhe war.

Ich wurde bereits 5:30 Uhr abgeholt. Je höher wir fuhren, umso kühler wurde es. Am Startpunkt der Wanderung waren Gras und Büsche mit Raureif überzogen. Zum Glück hatte ich im sonst so warmen Mexiko Mütze und Handschuhe dabei.

Cerro la Cruz del Marquez (3923 m) - Aussichtsgipfel und Verschnaufpause.
Cerro la Cruz del Marquez (3923 m) - Aussichtsgipfel und Verschnaufpause.

Die Wanderung wäre schon fast zu Ende gewesen, bevor sie überhaupt begonnen hatte, denn irgendwelche Regierungsleute hatten den Weg blockiert, weil es zu gefährlich sei. Ursache unklar? Mein Guide ging zurück zu Albergue und Nationalparksverwaltung und schleppte einen Mitarbeiter zur Klärung zu den Beamten. Nach kurzer heftiger Klärung, durften wir weitergehen.

Im Dunst der Wolken: Iztaccíhuatl (Mitte) / Popocatépetl (rechts).
Im Dunst der Wolken: Iztaccíhuatl (Mitte) / Popocatépetl (rechts).
Eine prächtige Distel am Wegesrandes zum nächsten Gipfel.
Eine prächtige Distel am Wegesrandes zum nächsten Gipfel.

Der Weg ist eine Rundtour, um den ehemaligen Krater herum. Wir haben den westlichen Weg hinauf zum Hauptgipfel gewählt. Der Weg führte zunächst durch lichten Wald bis auf ca. 3500 m Höhe, wo kaum noch Bäume auf den gelblichen Wiesen standen. Der Aufstieg ist sehr steil und die Luft dünn. Jeder Schritt nach oben war anstrengend. Schnell war ich außer Puste.

Der Pico El Águillla (3839 m) mit seinen 2 Kreuzen.
Der Pico El Águillla (3839 m) mit seinen 2 Kreuzen.

Der erste Gipfel ist der Cerro la Cruz del Marquez (3923 m), der neben dem Metallkreuz einen fantastischen Blick über Mexiko City und die Berge erlaubt. Die Nevada del Toluca sowie auch der Iztaccíhuatl (5230 m) waren in der Ferne zu sehen.

Der Ajusco (3930 m) im Süden von Mexiko City eröffnet einen herrlichen Blick über die Hauptstadt.
Der Ajusco (3930 m) im Süden von Mexiko City eröffnet einen herrlichen Blick über die Hauptstadt.

Der nächste Gipfel war der Pico El Águillla (3839 m) und wird über einen Sattel erreicht. Der Anstieg zum Gipfel ist sehr steil und atemraubend. Der Blick vom Gipfel mit den 2 Kreuzen über die Stadt ist grandios.

Abstieg über einen blockigen Grat hinab.
Abstieg über einen blockigen Grat hinab.

Der Abstiegsweg führt über einen steilen Grat mit schöner Blockkletterei in die Tiefe. Nach dem Blockgelände führt der Weg über Wiesen und später auch Wald zügig hinab zur Alberque. Auf einem größeren Stein lag träge vor uns eine Klapperschlange. Deutlich war in der Mittel des Schlangenkörpers eine große Rundung zu erkennen, die stark auf die letzte Mahlzeit hindeutet. Wir machten dennoch einen großen Bogen um die Schlange.

Eine entspannte, vollgefressene Klapperschlange in der Sonne.
Eine entspannte, vollgefressene Klapperschlange in der Sonne.

Je später es wurde, umso voller wurde es am Berg. Der Gipfel ist wirklich beliebt und kann von mir unbedingt empfohlen werden. Der Weg ist 6.5 km lang, wobei 650 Hm in ca. 3,5 h reiner Laufzeit überwunden werden. Anstrengend sind die Höhe, der steile Auf- und Abstieg, der kühle Wind und die erbarmungslose Sonne. Die Wanderung mit Guide war sehr kurzweilig. Ich habe viel über Mexiko gelernt. Spannende Natur. Spannende Leute. Spannendes Land.

Stand: 15.03.2026 | Text + Bilder: Camillo | v7
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